Guten Abend Oliver,
einen ganz großen Dank für Deine Mail. Entschuldige bitte meine Prokrastination.
Die Frage, warum wir Tondorf noch brauchen und was wir dort machen wollen, ist bei mir in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund getreten. Im Moment sind wir aus verschiedenen Gründen bei einem nerdigen (wenn auch gerade nicht sehr produktiven) Familientreffen angekommen.
Aber eben weil genau DIESE Leute da sind, möchte ich es auch nicht missen. Oder um es mit Lutz' Worten zu sagen: "Hier gibt es Menschen, die Du sonst nie triffst." True.
Das Jugendgästehaus Nettersheim befürworte ich als Alternative zum Haus Nikolaus ebenso wie Niedersgegen - im ersten Fall bleiben wir in der Gegend, bespielen die Unterkunft aber nicht mehr alleine. Vielleicht können wir mit ein paar Eyecatchern sogar noch ein paar andere Gäste locken...
Und Deine Idee, mehr Vorträge und Workshops abzuhalten, könnte uns wirklich weiter bringen. Dann bekommen die Kinder endlich mal eine Stunde Pause vom zocken. Ich bin dabei - und eigentlich sind wir genug Leute mit genug Ideen und haben genug Vorlauf, um das zu schaffen.
Für einen Zuwachs an Teilnehmern... ich wollte gerade schreiben: Steht uns eigentlich nur Karneval im Weg. Aber: Wenn ich an die regelmäßigen Bilder der Zülpicher Straße denke könnte das eher ein Punkt sein, mit uns in die Eifel zu fahren.
Viele Grüße, Christian
Am 14.11.23 um 18:01 schrieb Oliver Jucknath via Seminare:
- Lange Zeit war Tondorf für mich der einzige Ort, an dem ich mich umgeben von 'Meinesgleichen' völlig entspannen und wohlfühlen konnte. Ich erinnere mich an viele Neulinge die bei ihrem ersten Besuch in Tondorf begeistert waren, dass sie nicht alleine mit ihrem Nerd-Sein sind. Auch war in dieser Anfangszeit Tondorf eine wichtige Informationsquelle und sehr gerne genutzter 'Datenaustausch'. Diese Funktion ist aber heutzutage eher in den Hintergrund getreten. Informationen erhalte ich aus dem Internet, wohin sich auch der 'Datenaustausch' verlagert hat.
- Dann hatte Tondorf lange Zeit auch den exklusiven Vorteil, eine grössere Lan-Party zu sein, in dem dann auch einige Lan-lastige Programme (z.B. Spiele) geschrieben oder auch einfach nur gespielt wurde. Aber auch dieser Teil hat sich inzwischen stark auf das Internet velagert. So haben die ausgefeilten Features der Online Spiele oder gleich der Online Welten insgesamt zu einer starken Abnahme von Lan-Parties geführt.
Wenn Tondorf eine neue Zukunft finden soll, so sollten wir auf die Frage warum wir Tondorf noch brauchen, gute Antworten finden. Denn ein einfaches "Weil wir das schon immer so gemacht haben" wird uns nicht helfen neue Besucher für Tondorf zu begeistern.
Ich möchte hier gerne an die Worte von Lutz anknüpfen, mit denen er mich gefühlt eine Ewigkeit her in Tondorf willkommen geheissen hat: "Hier gibt es Menschen, die Du sonst nie triffst. Nutze das. Rede mit denen. Knüpfe Kontakte."
In diesem Sinne schlage ich vor, dass wir dem sozialen Austausch von Informationen Priorität einräumen und Tondorf tatsächlich ein Programm geben, wo - wie bei Konferenzen üblich - Slots für Vorträge vergeben werden. Wir haben auf der Tondorf Mailingliste sicherlich genug Leute, die zu interessanten Themen gute Vorträge halten können. Ziel sollte es sein, dass zumindest für den Nachmittag 3 bis 4 Vortrags-Slot mit jeweils einer Stunde angeboten werden. Wenn man Samstag bis Montag als drei Tage für Vorträge zählt, so wären das 9 bis 12 Vorträge. Das ist schon eine ganze Menge und es stellt sich die Frage, ob wir das gestemmt bekommen.